Häufige Fragen

 

Gibt es einen Familienbeitrag? Bei radau gibt es keinen festgelegten Beitrag, deshalb brauchen wir auch keine Staffelbeiträge für Wohngemeinschaften, Radsportteams oder Familien. Ihr könnt euch natürlich trotzdem überlegen, wieviel ihr als Gruppe insgesamt als Beitrag zahlen möchtet, und diesen auch nur als Komplettbeitrag entrichten. Wir legen euch dann trotzdem alle einzeln als Mitglieder an, so kommt es nicht zu komischen Nachfragen und Missverständnissen.

Wie hoch soll denn mein Beitrag sein? Wir wollen über die Beiträge den gesamten Werkstattbetrieb finanzieren. Das heisst, in der Summe sollen alle Mitgliederbeiträge neben unseren Löhnen auch all die monatlichen Kosten, die bei uns so anfallen, decken. Wieviel das in der Summe ist können wir im Moment noch nicht richtig sagen, halten dich als Mitglied aber darüber auf dem Laufenden. Wir wollen ganz explizit nicht, dass es so einfach ist mit dem Preis, weil wir dann ja doch wieder so etwas wie eine Ware zum Tausch anbieten würden. Unser Richtbeitrag hat deshalb gar nicht so viel zu bedeuten. Was bedeutet das jetzt für dich und deinen Beitrag? Wenn du willst, kannst du natürlich überlegen, wieviel Fahrraddienstleistung du im Jahr so etwa in Anspruch nehmen wirst, und deinen Beitrag danach richten, ob du eher viel oder eher wenig vorbeikommst. Das musst du aber nicht. Vielleicht kannst du ja auch verhältnismäßig „mehr“ bezahlen, und es so anderen ermöglichen, mit einem eher geringen Beitrag Mitglied zu sein. Oder du schaust dir dein Einkommen an, und gibst uns, zum Beispiel, 1,5% deines Bruttoeinkommens.

Gibt es einen Richtbeitrag pro Monat? Weil wir so oft darauf angesprochen werden: In unseren älteren Flyern stand immer "Richtbeitrag 15,- EUR / Monat".  Den Betrag hatten wir uns mal so ausgedacht, natürlich auf Grundlage betriebswirtschaftlicher Berechnungen, um für uns eine Zahl zu haben, was wir so etwa im Durchschnitt als Beitrag brauchen. Inzwischen glauben wir, dass dieser Betrag eher Richtung 20,- EUR / Monat liegen muss. Aber es ist kompliziert: Es gibt Menschen, die mit ihrem Rad vielleicht einmal im Jahr zum Schlauchwechsel kommen, und solche, die mit ihren zwei Wettkampf- und drei Trainingsrädern kontinuierlich unsere Dienstleistungen brauchen. Und das ist ok so. Wir müssen also noch herausfinden, wieviel Arbeit uns ein Mitglied im Durchschnitt so macht, um zu wissen, wieviele Mitglieder wir insgesamt mit ihren Rädern betreuen können. Und selbst dann kommt da für uns eine Zahl in Summe heraus, oder eben im Durchschnitt - also eine Zahl für uns. Falls du gerade überlegst, wie hoch dein eigener, individueller Beitrag sein sollte,  braucht diese Zahl nicht so viel zu bedeuten. Wie es dann insgesamt mit unserer finanziellen Situation aussieht, erfährst du als Mitglied regelmäßig zum Beispiel im Mitglieder-Newsletter.

Lohnt sich so eine Flatrate denn? Wir werden manchmal gefragt, ob sich das denn für eine betreffende Person lohnen würde. Dazu können wir natürlich nicht viel sagen - und es ist ja auch erstmal nicht unser Fokus. Denn was wir hier machen ist eben nicht eine "Flatrate", auch kein Abo und keine Versicherung, sondern ein Solidarprinzip. Ihr könnt euch zunächst einmal vorstellen, dass wir nicht grundsätzlich billiger sein können, als andere Fahrradwerkstätten. Wer also hinter dem Konzept als erstes die Chance wittert, hier besonders viel Geld sparen zu können (so, als wäre das eine Flatrate), liegt vermutlich falsch. Gleichzeitig wollen wir es aber natürlich sehr wohl Menschen ermöglichen, auch mit geringen finanziellen Mitteln unsere Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen – auch das geht nur, wenn andere bereit sind, mehr zu zahlen.

Was ist in dem Beitrag alles drin? Da wir uns über die Beiträge eine solidarische Finanzierung unseres gesamten Werkstattbetriebes erhoffen, kommt die Antwort auf diese Frage erstmal von der anderen Seite: In dem Beitrag sind (anteilig) alles unsere Kosten und Aufwendungen enthalten, vom Internetanschluss über die Stromrechnung, Miete, Werkzeugverschleiß, Schulungen, aber auch so etwas wie Abschreibungen für die Anfangsinvestitionen und unser Arbeitslohn. Falls du dich genauer für eine Auflistung unserer Kosten interessierst, frag gerne nach. Gegenüber Mitgliedern legen wir unsere Finanzen offen. Und was ist für dich drin? Na, wenn alles bezahlt ist, musst du auch nichts mehr im Einzelfall bezahlen. Das heisst, die benötigten Ersatzteile musst du noch zu unserem Einkaufspreis bezahlen, ansonsten kannst du mit allen eigenen, selbstgenutzten Fahrrädern vorbeikommen, und alle Reparaturdienstleistungen sind schon über die Beiträge bezahlt. Da wir, gerade am Anfang, aber auf eine Mischkalkulation angewiesen sind, gibt es Ausnahmen in Bezug auf Arbeiten, die uns sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Das betrifft zur Zeit ausschließlich den Bau (Einspeichen) von individuell gewünschten Laufrädern sowie den individuellen Aufbau eines kompletten Fahrrades. Diese Dienstleistungen bekommst du als Mitglied zur Hälfte des Preises, den wir normal kalkulieren für Nichtmitglieder. Sprich uns an, falls das für dich interessant ist.

Im Winter nutze ich mein Rad gar nicht - kann ich auch einfach nur während der Saison Mitglied sein? Wie hoch dein Beitrag ist, liegt ja nicht fest. Falls du deinen Beitrag danach richten möchtest, wie sehr du uns insgesamt in Anspruch nimmst, kannst du das gerne tun. Eine Aufsplittung deiner Mitgliedschaft nach Jahreszeiten hat aus unserer Perspektive aber keinen Sinn. Werde doch einfach mit einem Beitrag, der dir als Jahresbeitrag angemessen erscheint, Mitglied. Ob du dann dein Rad nur im Frühling vorbeibringst, oder übers Jahr verteilt, bleibt dir überlassen. Übrigens – gerade wenn du dein Rad im Winter nicht nutzt, ist das vielleicht eine gute Zeit, es zum Beispiel zur Jahresinspektion vorbei zu bringen.

Wofür braucht ihr noch Kund*innen, die keine Mitglieder sind, wenn doch über die Mitgliedsbeiträge die gesamte Werkstatt finanziert sein soll? Zunächst einmal ist es ja (noch) nicht so, dass wir so viele Mitglieder hätten, dass tatsächlich alle unsere Ausgaben von deren Beiträgen finanziert werden können. Tatsächlich machen wir da also eine "Mischkalkulation". Solange das so ist, beziehen sich die Kosten der Werkstatt, die idealerweise durch Mitgliedsbeiträge gedeckt sind, auch nur auf den entsprechenden Anteil. Wir können das aber gut auseinanderrechnen, wenn es darum geht, unseren Mitgliedern zu zeigen, ob die Beiträge in der Summe ausreichend sind (oder nicht). Übrigens gibt es auf diese Weise auch eine sehr einfache Methode, uns kennenzulernen. Du kannst als Nicht-Mitglied dein Rad von uns warten und reparieren lassen, und dabei schauen, ob es dir bei uns gefällt. Falls du daraufhin innerhalb von drei Monaten Mitglied werden möchtest, können wir den von dir für Reparaturdienstleistungen bei uns bezahlten Betrag rückwirkend auf eine Mitgliedschaft anrechnen.

Könnt ihr auch eBikes? Klar können wir grundsätzlich auch dein eBike warten und reparieren. EIn paar Sätze müssen wir dazu aber doch einschränkend sagen: Viele moderne eBike-Systeme haben heutzutage Schnittstellen, mit denen Daten von Motor und Akku elektronisch ausgelesen werden können. Für die gängisten Systeme werden wir das auch können - aber wir können die entsprechenden Diagnose-Werkzeuge nicht für alle Systeme auf Verdacht vorhalten. Und schließlich gibt es bei eBikes oftmals herstellerspezifische Spezialteile, seien es Kurbelarme in der Farbe des Rahmens, eigene Lösungen des Fahrradherstellers zur Integration des Akkus oder auch nur spezielle Schutzblechbefestigungen. In solchen Fällen kann es sein, dass die entsprechenden Hersteller uns mit dem benötigten Ersatzteil beliefern, es kann aber auch sein, dass sie das nicht tun, weil wir keine Fahrräder von ihnen verkaufen. Falls du dich als Mitglied dafür interessierst, sprich uns an, dann können wir das konkret und anhand deiner Fahrräder besprechen.

Muss ich als Mitglied zu regelmäßigen Versammlungen kommen?  Nein, musst du nicht. Ehrlichgesagt: Kannst du auch gar nicht. Wenn wir von "Mitgliedschaft" reden, hat das bei uns nichts mit einem Verein oder dergleichen zu tun. Vielmehr sind unsere Mitglieder eben die Menschen, die uns als Radwerkstatt finanzieren, anstatt pro Auftrag  einen Preis zu bezahlen. Das bedeutet in der alltäglichen Praxis, in der Art, wie wir miteinander umgehen und nicht zuletzt für unsere Vorstellung von einer anderen Art zu wirtschaften schon eine ganze Menge. Es beinhaltet durchaus auch eine andere Art des Dialoges: wir versuchen transparent zu sein, und wir hören uns gerne die Wünsche und Ideen von euch an. Ein tatsächliches Mitbestimmungsrecht, wie zum Beispiel durch regelmäßige Versammlungen oder dergleichen, gibt es allerdings nicht.

Ich bekomme als Mitglied Teile zum Einkaufspreis. Was bedeutet das eigentlich genau? Mit unserem Einkaufspreis meinen wir an der Stelle genau das Geld, was wir für das Teil bezahlen müssen. Klingt erst einmal ganz einfach, ist aber in der Praxis komplizierter. Zunächst einmal kommt ohnehin die Mehrwertsteuer drauf, die wir dann wieder an das Finanzamt abführen müssen. Dann gibt es noch Versandkosten, die wir an unsere Lieferanten zahlen. Und es gibt mitunter Preisnachlässe für schnelles Bezahlen unsererseits oder Mindermengenzuschläge, wenn wir bestimmte Mindestbestellwerte nicht erreichen. All das würde bedeuten, dass der exakt ermittelte Preis einer Ware, den wir bezahlt haben, bei jeder Bestellung ein anderer sein kann, und zum Beispiel davon abhängt, mit welchen anderen Dingen zusammen oder bei welchem Grosshandel wir bestellt haben. Dann könnte es sogar passieren, dass wir zweimal den gleichen Reifen mit unterschiedliche Mitglieder-Preise da haben. Das fänden wir nicht nur komisch, sondern auch äußerst unpraktisch in der Handhabung. Deshalb schlagen wir auf jeden Artikel einen prozentualen Pauschalbetrag für die zusätzlichen Kosten auf (also, insbesondere unsere Versandkosten). Dieser Betrag wird regelmäßig überprüft, ob er tatsächlich den Durchschnitt dieser Beschaffungskosten widerspiegelt. Zur Zeit beträgt er 9,24% inkl. MWSt. Uns ist wichtig an der Stelle zu betonen, dass diese Beschaffungskostenpauschale tatsächlich nur direkte Kosten widerspiegelt, die wir auch haben. Es handelt sich nicht um einen zusätzlichen Aufschlag, an dem wir etwas verdienen würden. Denn das wollen wir ja über die Mitgliedsbeiträge.

 

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Radwerkstatt radau OHG
im Schwanhof
Schwanallee 27-31
35037 Marburg

Tel. 06421 840 841 7

info@radau-marburg.de

 

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